Flug stornieren = Geld fürs Flugticket zurück

Bild des Benutzers admin
Flug stornieren

Interview zum Start des Flug-Stornierungsservice mit dem ClaimFlights Geschäftsführer.

"...
Herr Dr. Ulbrich, Sie sind Experte für Fluggastrechte und betreiben das Unternehmen Claim Flights, das Fluggastrechte für Reisende geltend macht. Kompensationen bei Flugverspätungen setzen Sie für Flugpassagiere schon länger um. Jetzt werben Sie auch mit einer Erstattung von Flugtickets. Was hat es damit auf sich?

Wir haben festgestellt, dass viele Passagiere ihre Flugreise nicht antreten – sei es aus gesundheitlichen, beruflichen oder privaten Gründen. Wir haben uns daraufhin gefragt, warum Kunden für eine Dienstleistung und die zusätzlichen Steuern und Gebühren zahlen sollten, wenn sie sie gar nicht in Anspruch nehmen. Mit unseren Anwälten haben wir uns daraufhin die rechtlichen Rahmenbedingungen angesehen und zwei Arten der Rückerstattung in unser Angebot aufgenommen: einmal die vor Abflug stornierten Ansprüche und die nicht stornierten Ansprüche.

Wie sehen diese Ansprüche genau aus?

Bei Flügen, die 7 Tage vor der Abreise storniert wurden, werden Passagiere vermutlich eine Rückerstattung von 95 Prozent oder sogar bis zu 100 Prozent des Flugpreises zurückbekommen. Wenn der Flug nicht vor dem Abflugtermin storniert wurde, haben Kunden dennoch einen Anspruch auf die Erstattung der mit dem Flugticket bezahlten Steuern und Gebühren, wie beispielsweise der Luftverkehrssteuer, den Flughafenentgelten, dem Kerosinzuschlag oder der Mehrwertsteuer.

Wovon ist abhängig, wie hoch der Erstattungsanspruch eines Reisenden ist?

Bei Flugtickets, die rechtzeitig vor Abflug storniert wurden, kann man mit einer Rückerstattung zwischen 95% und 100% rechnen. Eine Ausnahme gilt nur dann, wenn die Fluggesellschaft nachweisen kann, dass ihr durch die Stornierung Mehrkosten entstanden sind. Ohne nähere Angaben der Fluggesellschaft vor Gericht, stehen dem Reisenden 100 % des Ticketpreises zu (vgl. Az. 24 S 152/13, LG Frankfurt, 06.06. 2014).

Die Steuern und Gebühren, die die Fluggesellschaften bei nicht angetretenen Flügen in vollem Umfang erstatten müssen, hängen ganz maßgeblich vom Abflug- und Zielflughafen, der Reisedistanz, den jeweiligen Flughafengebühren und der Fluggesellschaft ab und liegen oft zwischen 30 und 90 Prozent des gesamten Flugticketpreises. Normalerweise sind das Luftverkehrssteuern, Flughafenentgelte, Luftsicherheitsgebühren, Kerosinzuschläge, Mehrwertsteuer und Versicherungsgebühren. Der Hintergrund dazu ist, dass die Fluggesellschaft diese Gebühren nur dann zahlen muss, wenn der Fluggast den Flug auch wahrnimmt. Diese Steuern und Gebühren zurückzuverlangen lohnt sich auch bei Flügen mit geringem Kaufpreis. So können selbst bei billigen Flugtickets, mit Kaufpreisen von nicht einmal 60 Euro, in einigen Fällen über 50 Euro zurückgefordert werden. Oftmals beträgt allein die Luftfahrtsteuer selbst bei billigen Tickets für Langstreckenflüge über 40 Euro.

Was empfehlen Sie Fluggästen, die absehen können, dass sie eine gebuchte Flugreise nicht antreten können?

Stornieren Sie den von Ihnen gebuchten Flug rechtzeitig vor der Abreise direkt und schriftlich bei der Fluggesellschaft – entweder per Brief, Fax oder E-Mail oder nutzen Sie einfach den Stornierungshelfer auf der Claim Flights-Webseite. Das Reisebüro oder Online-Portal, über das Sie die Flüge möglicherweise gebucht haben, ist für Ihre Stornierung nicht zuständig. Bitten Sie die Fluggesellschaft am besten auch gleich um eine Stornierungsbestätigung und heben Sie diese gut auf. Im nächsten Schritt können Sie Ihre Daten auf www.claimflights.de/Flug-stornieren eingeben. Sie können uns sofort online per digitaler Unterschrift beauftragen. Eine Bestätigung erhalten Sie nach 2 Stunden und innerhalb weniger Tage wird Ihr Fall von einem Juristen bearbeitet.

Viele Fluggesellschaften haben eine Rückerstattungsausschlussklausel in ihren AGBs. Sind Rückerstattungen bei diesen Flügen dann nicht möglich?

Nein, im Gegenteil. Die Anspruchsgrundlage basiert auf dem BGB und nicht auf den AGBs der Fluggesellschaften. Laut einem Urteil des Amtsgericht Frankfurt vom 18. November 2013 wird der Luftbeförderungsvertrag als Werkvertrag nach § 631 BGB gewertet. Die Leistung ist entsprechend erst mit der Durchführung eines erfolgreichen Fluges erbracht. Im Umkehrschluss kann ein Kunde den Luftbeförderungsvertrag bis zur Erbringung der Leistung laut § 649 BGB ohne Angabe von Gründen kündigen. Das Fluggastrecht gilt also dennoch uneingeschränkt – auch bei den sogenannten „nicht erstattbaren Flugtarifen.“

Sind die Preismodelle mit unterschiedlichen Stornobedingungen dann nicht hinfällig, wenn ein Fluggast ohnehin jeden Flug stornieren und mit einer Kostenerstattung rechnen kann?

Teilweise schon. Wenn ein Flugticket mit flexiblen Umbuchungs- und Stornobedingungen nur unwesentlich teurer ist, kann es jedoch sinnvoll sein, diesen Mehrpreis zu zahlen, um sich im Falle einer Stornierung oder Umbuchung die Zeit und Mühe für die Rückerstattung zu sparen.

Haben Reisende auch einen Anspruch auf die Erstattung des Flugticketpreises bei nicht angetretenen Pauschalreisen?

Bei Pauschalreisen werden die Flugpreise in der Regel nicht gesondert gelistet. Claim Flights kann die Rückerstattung des Flugpreises daher nicht für Sie übernehmen. Eine vorab abgeschlossene Reiserücktrittsversicherung verhindert jedoch, dass Sie auf den Kosten sitzen bleiben. Falls Sie keine abgeschlossen haben, empfehle ich Ihnen, Ihre Pauschalreisen über www.jumpflight.com einfach weiter zu verkaufen.
Bei Individualreisen gelten übrigens andere Regeln als bei Pauschalreisen: Flugtickets, die im Rahmen einer Individualreise gebucht wurden, können über den Claim Flights-Flugticket-Stornierungsservice zurückerstattet werden.

Können Flugreisende Ihre Erstattungsansprüche bei nicht angetretenen Flügen bei den Fluggesellschaften auch selbst geltend machen? Und welche Rolle spielt Claim Flights in diesem Zusammenhang?

Ja, selbstverständlich können Kunden Ihre Ansprüche auch selbst bei den Airlines einfordern. Dazu ermutigen wir sie auch. Das Informieren, Schreiben und Kommunizieren mit den E-Mails kann jedoch sehr zeitaufwändig sein und geht oftmals ganz schön an die Nerven. Kunden werden zwischen Fluggesellschaften und Buchungsportale beispielsweise hin- und her verwiesen oder für die Stornierung werden unzulässige Gebühren erhoben, die die Erstattungssumme, die dem Kunden zusteht, auf ein Minimum reduziert.

Viel zu wenige Reisende wissen über ihre Fluggastrechte Bescheid. Andere schrecken vor der langwierigen Auseinandersetzung mit den großen Fluggesellschaften zurück. Claim Flights bietet für diese Reisenden eine Instanz, die sich professionelle für die Rechte einsetzt – im Zweifelsfalle auch bis zum Gerichtsprozess. Und der Kunde geht keine Risiken ein. Gebühren werden nur im Erfolgsfall erhoben.
..."

_____________________________
ClaimFlights setzt sich seit 2015 erfolgreich in Deutschland, Österreich, Belgien, Großbritannien, Spanien und Frankreich für die Rechte von Fluggästen ein. Ein Expertenteam hilft Passagieren Entschädigungen bei Flugverspätungen oder -annullierungen bei allen Fluggesellschaften einzufordern. www.claimflights.de ist nicht nur eine beliebte und fundierte Informationsquelle, sondern bietet allen Nutzern auch einen kostenlosen Chat mit einem Juristen an. Mit dem einfach zu nutzenden Entschädigungsrechner können Sie sofort kostenlos Ihren Anspruch auf Entschädigung bei Flugverspätungen oder -annullierungen berechnen.

Hervorragend

Rating star

Wir haben schon viele Fluggastrechtfälle für unsere Kunden erfolgreich durchgesetzt und sind mit 9.5 von 10 Stars bewertet basierend auf 321 Bewertungen.

TRUSTPILOT