Fluggesellschaften schulden Passagieren Milliarden an Fluggastrechteforderungen

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Reisende werden von den Fluggastrechts-Spezialisten weltweit geraten, zu überprüfen, ob ihre Fluggesellschaft ihnen doch noch etwas Geld schuldet. EU-Recht definiert die Entschädigung, die einem Fluggast bei Flugverspätungen zusteht ganz genau, doch viele Passagiere fordern ihre Rechte nicht ein.

Bei Flugverspätungen von über drei Stunden, haben Fluggäste das Recht auf bis zu 600 Euro Entschädigung pro Person. Dies gilt allerdings nicht bei Verspätungen, die durch außergewöhnliche Umstände verursacht werden und außerhalb des Machtbereiches der Fluggesellschaft liegen.

Die EU Fluggastrecht-Verordnung findet Anwendung auf allen Flügen mit Abflug oder Ankunft in die EU und auf Flügen die von europäischen Fluggesellschaften durchgeführt werden.

Nur zwei Prozent aller Passagiere, die in den letzten zehn Jahren von Flugverspätungen oder Annullierungen betroffen waren, verlangten Kompensation. Nach einem Bericht des Fluggastrechte Service claimflights.de, haben Passagiere Ansprüche im Wert von ca. 4 Milliarden Euro nicht geltend gemacht. Das bedeutet aber nicht unbedingt, dass das Geld unwiederbringlich verloren ist.

Im letzten Jahr wurden zwei Fälle vor Gericht in Großbritannien gebracht. Diese Entscheidungen könnten Auswirkungen für künftige Fälle haben.
In 2012 wurde Thomson Airways auf Schadensersatz wegen einer mehrstündigen Flugverspätung verklagt. Der Kläger, James Dawson, hatte sechs Jahre zuvor eine Flugverspätung von acht Stunden bei einem Flug von London in die Dominikanische Republik. Das Cambridge County Court gab ihm recht und verurteilte Thomson Airways zur Zahlung von 975 britische Pfund, zuzüglich Zinsen (ca. £ 1500). Die Fluggesellschaft legte Revision ein und hat sich auf das Montrealer Übereinkommen berufen. Dieses besagt, dass solche Ansprüche innerhalb von zwei Jahren nach der Flugverspätung geltend zu machen sind. Doch nach britischem Recht dürfen solche Ansprüche innerhalb von sechs Jahren geltend gemacht werden. Sollte die Revision abgelehnt werden, ist es zu erwarten, dass von den Fluggesellschaften abgelehnte Forderungen, erneut eingeklagt werden. In Deutschland gilt eine Verjährung von 3 Jahren.

Bei dem zweiten Fall, handelt es sich um eine Klage gegen Jet2.com. Die Klage, die auf einem Flug im Jahr 2011 basierte wurde vom Fluggast Mr. Ronald Huzar erhoben. Obwohl die Fluggesellschaft argumentierte, dass der technische Defekt unvorhersehbar war, entschied das Gericht nach dreijähriger Rechtstreit zu Gunsten des Klägers.

Zumindest haben diese Fälle bei der näheren Definition der Auslegung des Begriffs „ Außergewöhnlicher Umstände“ geholfen. Außergewöhnliche Umstände bedeuten in der Regel, besondere Vorkommnisse wie z.B. schlechte Wetterbedingungen oder Bürgerunruhen.
Die Fluggesellschaft Monarch‘ erklärte, dass eine Flugverspätung von 24 Stunden auf einen Riss in der Windschutzscheibe zurückzuführen war. Diese Behauptung konnte die Airline vor Gericht nicht nachweisen. Folglich wurde dem Kläger eine Entschädigung in Höhe von 3.200 Britische Pfund zugesprochen.

Der 18-monatige Rechtsstreit zwischen dem britischen Fluggast Martin Wragg und „Ryanair“, der zu Gunsten von Herrn Wragg entschieden wurde, ist ein weiteres Beispiel, für wie schwierig es sein kann für den Verbraucher auch in entwickelten Ländern, ihr Recht einzufordern. Zwei Jahre nach seiner Flugverspätung von drei Stunden und zwanzig Minuten bei einem Flug von Spanien nach England, wurde ihm 1700 Euro Entschädigung zugesprochen. Der Ankläger erklärte, was es für ein Alptraum war, zwei übermüdete Kinder mitten in der Nacht von einem Flughafen zum anderen zu transportieren. Ryanair lehnte die Schadensersatz-Forderung ab und hat sich auf „außergewöhnliche Umstände‘‘ berufen. Der Weg zur Gerechtigkeit führte zunächst zu der Zivilluftfahrtsbehörde und schließlich vor Gericht, wo der Fall zu Gunsten des Klägers entschieden wurde.

Einem Bericht der Londoner „Observer“ zufolge, haben sich Berufungsverfahren in Sachen Flugverspätungsklagen im letzten Jahr vervierfacht. Der Zivilluftfahrtbehörde sind 23,440 Forderungen zugegangen, wovon ca. 40 Prozent zu Gunsten von Passagieren entschieden wurden. Die Behörde zählte nur ein Jahr zuvor lediglich ca. 6000 eingegangene Forderungen.

Um ihre Ansprüche geltend zu machen, können Passagiere bei den Fluggesellschaften, nationalen Regulierungsbehörden, vor Gericht oder bei entsprechendem Service für Fluggastrechte (hier wird bei Erfolg i.d.R. eine Gebühr von ca. ein Viertel der Streitsumme fällig), ihre Forderungen einreichen. Oftmals erhalten die Flugpassagiere bei außergerichtlichen Lösungen -ohne Hilfe eines FluggastrechteService- meist nur geringere Entschädigungsleistungen wie Gutscheine, Bonusmeilen oder ähnliches.

Ein solcher Service für Fluggastrechte, ist ClaimFlights. Lisa Bartel von ClaimFlights GmbH erklärte weiter, "Wir haben eine kontinuierliche und bewusste Missachtung der Rechte von Fluggästen festgestellt, die eine Auszahlung von mehreren Hundert Euro an Passagiere weltweit zufolge haben könnte“.

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