Ist Nachtflugverbot ein „außergewöhnlicher Umstand“?

Sollten bei der Beladung der Flugpassagiere Probleme entstehen und der Start des Fluges deswegen in das Zeitfenster des Nachtflugverbotes geraten, fällt es in den Verantwortungsbereich des Luftfahrtunternehmens und ist somit kein „außergewöhnlicher Umstand“ (AG Frankfurt, Urt. v. 27.06.2013 - 30 C 1055/13-25). Sollte es so sein, dann muss sich das Flugzeug rechtzeitig aus der Parkposition zur Startbahn bewegen. Wenn es sich erst verspätet an der Startbahn befindet und keine Starterlaubnis bekommt, ist es kein „außergewöhnlicher Umstand“ (so auch AG Frankfurt, Urt. v. 08.02.2013-30 C 2290/12-47, RRa 2013, 190). Es wird zu einem „außergewöhnlichen Umstand“, wenn das Flugzeug seine Parkposition rechtzeitig verlassen, aber die Startbahn trotzdem erst nach Eintritt des Nachtflugverbotes erreicht hat (AG München, Urt. v. 10.01.2014-212 C 11471/13).

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