Ablehnung der Beförderung trotz Boardingphase

Flugverspätung Schadensersatz beim Umbuchung

Verpasst ein Pauschalreisender seinen Anschlussflug aufgrund einer Flugverspätung, wird er in der Regel umgebucht. Ist aber trotz Verspätung ein Einchecken im Anschlussflug möglich, begründet die Verweigerung des Boardings mit dem Verweis auf die erfolgte Umbuchung Ausgleichszahlungen nach Art. 7 Abs. 1 Fluggastrechteverordnung. Dies geht aus einer Entscheidung des AG Gießen hervor (Urt. v. 23.04.2013- 49 C 381/12).
Nach Auffassung des AG sei folgendes zu berücksichtigen gewesen: Der Flugpassagier habe sich noch so rechtzeitig am Flugsteig eingefunden, dass die Boardingphase noch nicht abgeschlossen und ein reguläres Boarding noch möglich war. Dennoch sei er unter dem Hinweis, dass er bereits auf einen anderen Flug umgebucht wurde und daher die ursprünglich vorgesehene Flugverbindung nicht antreten konnte, abgewiesen worden. Diese Zurückweisung habe eine Verweigerung der Beförderung dargestellt (Art. 1 j FluggastrechteVO). Das AG Gießen entschied zu Gunsten des Reisenden. Dem Flugpassagier habe angesichts der Verweigerung der Beförderung ein Anspruch auf Ausgleichszahlung nach Art. 7 Abs. 1 und Art. 4 Abs. 3 FluggastrechteVO zugestanden.

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