Nicht „außergewöhnliche Umstände“

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Der Defekt des bordseitigen Wetterradars ist kein „außergewöhnlicher Umstand“ (AG Rüsselsheim, Urt. v. 27.02.2012-3 C 2644/11-33; ebenso AG Erding, 5 C 197/09). Außerdem stellen folgende Fälle keinen „außergewöhnlichen Umstand“ dar: ein Hydraulikleck an der Höhenrudersteuerung (AG Rüsselsheim, Urt. v. 25.03.2011 - 3 C 289/11); der Defekt der Höhenruderanzeige (AG Rüsselsheim, Urt. v. 23.11.2011 -3 C 1552/11-36, RRa 2012, 26); eine Kraftstoffleckage (AG Köln, Urt. v. 09.04.2010 - 124 C 407/09; AG Hannover, Urt. v. 22.01.2014 - 526 C 7704/12); ein Defekt der Benzinpumpe (AG Frankfurt, Urt. v. 27.06.2013 - 30 C 1055/13-29.
Kein „außergewöhnlicher Umstand“ gilt auch wenn zwei unabhängig voneinander arbeitende Motoren (die die Funktion eines Ventils steuern) ausfallen (AG Rüsselsheim, Urt. v. 31.05.2010 - 3 C 146/10, RRa 2011, 55). Zu keinem „außergewöhnlichen Umstand“ kommt es auch wenn auf dem Bord-Computer ein Ventildefekt angezeigt wird (AG Rüsselsheim, Urt. v. 19.7.2010 - 3 C 257/10-35, RRa 2011, 56). Auch wenn ein Wetterradargerät in einem Flugzeug ausfällt wird es von keinem „außergewöhnlichen Umstand“ gesprochen (AG Emden, Urt. v. 27.01.2010 - 5 C 197/09, RRa 2010, 135).
Das trifft zu auch für die Verstopfung von Toiletten durch Flugpassagiere. Jedes Luftverkehrsunternehmen soll sich dem unsachgemäßen Verhalten seiner Flugpassagiere anpassen (AG Rüsselsheim, Urt. v. 12.09.2011 -3 C 1047/11; AG Köln, Urt. v. 09.12.2011 - 145 C 15/11).
Dies ermöglicht Ihnen eine Flugentschädigung bei Verspätung einzufordern.

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