Wartungsarbeiten bei durchführender Fluggesellschaft

Rückerstattung Flugverspätung Wartungsarbeiten

Grundsätzlich gesehen gibt es keine wartungsfreien Bauteile (so auch: LG Darmstadt, Urt. v. 16.06.2010, ZLW 2010, 658; LG Darmstadt, Urt. v. 29.10.2008 - 7 S 200/08, NJW-RR 858; AG Rüsselsheim, Urt. v. 19.08.2010 - 3 C 1528/09-32, RRa 2010, 290). Insbesondere gilt es für bewegliche Bauteile, die einem Verschleiß unterliegen. Angeblich passiert dieser Mangel selten. Doch mit solchem Mangel darf ein Flugzeug nicht starten. Auch wenn die Beseitigung viel Zeit dauern mag, wird es nicht von einem „außergewöhnlichen Umstand“ gesprochen (LG Darmstadt, Urt. v. 01.12.2010 - 7 S 66/10, RRa 2011, 89; Urt. v. 20.07.2011 - 7 S 46/11, RRa 2011, 236, 237). Das bedeutet, dass Sie Entschädigung bei Flugverspätung geltend machen können.

Eine Entlastung für das Luftverkehrsunternehmen gibt es auch dann nicht, wenn alle vorgeschriebenen Wartungsarbeiten frist-/ordnungsgemäß durchgeführt wurden (AG Frankfurt, Urt. v. 07.10.2010 - 29 C 1352/10-46, RRa 2011, 140, 142). Auch wenn die Luftfahrtunternehmen gesetzlich nicht verpflichtet sind die defekten Teile ständig zu warten, wird die Annahme eines „außergewöhnlichen Umstandes“ nicht unterstützt (AG Rüsselsheim, Urt. v. 11.08.2010 - 3 C 774/10-31, ZLW 660; Urt. v. 10.8.2010 - 3 C 1528/09-32, RRa 2010, 290).

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